Das Projekt

Projektziel

Das Ziel des Projektes ist die Unterstützung und Stärkung der häuslichen Versorgung durch Einzelhelferinnen und Einzelhelfer. Ein funktionierendes soziales Netzwerk, als Ergänzung zu professionellen Versorgungsstrukturen, setzt begleitende Strukturen voraus. Diese Begleitung und Unterstützung wird durch sogenannte Servicepunkte aktuell erprobt.

Eventuell vorhandene Barrieren sollen so abgebaut bzw. verringert werden, damit sich das nicht mehr selbstverständlich existierende nachbarschaftliche Netz entfalten kann. Die Stärkung der häuslichen Versorgung, verringert letztlich den Zwang sein zuhause verlassen zu müssen und ermöglicht es seinen Alltag so lange wie möglich, selbstbestimmt und selbständig zu gestalten.

Was ist Nachbarschaftshilfe?

Im Allgemeinen ist Nachbarschaftshilfe als eine gegenseitige oder einseitige Hilfe und Unterstützung von Personen aus dem räumlichen oder sozialen Umfeld zu verstehen.

Wer sind Einzelhelferinnen und Einzelhelfer?

Hierunter werden die Einzelpersonen zusammengefasst, die sich nach Landesrecht anerkennen lassen können und in ihrer Nachbarschaft bürgerschaftlich bei Menschen mit einem Hilfe- und Unterstützungsbedarf (u.a. Pflegebedürftige) in ihrer häuslichen Umgebung engagieren. Es sind also Personen die Nachbarschaftshilfe leisten.

Nachbarschaftshilfe durch Einzelhelferinnen und Einzelhelfer umfasst Tätigkeiten, die mit der Strukturierung, Aktivierung, Stärkung, Versorgung und Begleitung von Menschen mit einem Hilfe- und Unterstützungsbedarf zusammenhängen, wobei grundpflegerische Tätigkeiten hiervon ausgenommen sind. Hierzu gehören beispielsweise: Unterstützung bei der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte, Gedächtnistraining, Entspannungsübungen, Unterhaltung und Gespräche, auf die Interessen der Person ausgerichtete Tätigkeiten (z.B. Fotografieren, Musizieren, Kochen, Lesen), Spaziergänge, gemeinsames Einkaufen, Begleitung bei Arztbesuchen, leichte Bewegung oder Sport bzw. Gymnastik und Begleitung zu Veranstaltungen und Ausflügen.

Projektverlauf

Der Projektverlauf ist auf Grund der unterschiedlichen Rahmenbedinungen in den teilnehmenden Bundesländern grundsätzlich unterschiedlich. Die wesentlichen Meilensteine im Projektverlauf sind jedoch identisch und umfassen den einleitenden Infotag, den Startschuss des Aufbaus der Servicepunkte im Rahmen des Workshops, des Erfahrungsaustausch im Zuge der Werkstätten und die länderübergreifende Zusammenarbeit über den Netzwerktag.

Zeitverlauf des Projekts

Länderauswahl

Das KDA kooperiert im Projektzeitraum mit 6 Bundesländern, in denen es möglich ist, sich als Einzelperson anerkennen zu lassen. Dies sind Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern.

Teilnehmende Bundesländer

Wir bieten

Qualifizierung
Für die teilnehmenden Organisationen bietet das KDA ein Schulungsprogramm im blended learning-Verfahren an. Dieses besteht aus einem eintägigen regionalen Workshop an einem Ort in der Nähe der beteiligten Organisationen und einer anschließenden moderierten Online- Zusammenarbeit. Es werden Grundlagen zur Gewinnung, Information, Beratung, Vermittlung und Begleitung von potenziellen Einzelhelferinnen und Einzelhelfern vermittelt sowie ein gemeinsames Verständnis des Angebotsspektrums erarbeitet und Werkzeuge für den späteren Arbeitsalltag vorgestellt.

Umsetzungsbegleitung
Das KDA ist durchgängig für Anfragen der beteiligten Organisationen persönlich, telefonisch und online erreichbar. Es bietet generelle Hilfestellungen und kann bei aufkommenden Problemen den Lösungsprozess unterstützen. Im Bedarfsfall und nach Absprache wird ebenfalls eine gezielte Beratung vor Ort beabsichtigt. Das KDA stellt ferner, zur Stärkung und Vereinheitlichung der Öffentlichkeitsarbeit, den Organisationen ein Kommunikations-Paket zur Verfügung. Darüber hinaus wird eine zentrale Internetplattform (einzelhelfer.de) durch das KDA betrieben und verwaltet. Interessierte Einzelpersonen können sich hier über das Projekt, das Konzept des Einzelhelfers, die landesspezifischen Anerkennungsvoraussetzungen und die Standorte der lokalen Servicepunkte informieren.

Erfahrungsaustausch
In jedem der beteiligten Bundesländer besteht für die teilnehmenden Organisationen im Rahmen eines Werkstatt-Tages die Möglichkeit des gemeinsamen Austauschs. Hier können Erfolge sowie Probleme besprochen und diskutiert werden. Außerdem werden problemspezifische Fortbildungen angeboten.

Expertenbeirat
Zur Beförderung des Praxistransfers wird ein begleitender Expertenbeirat aus Fachpersonen der Bundesverbände, kommunalen Strukturen und Pflegekassen der Bundesländer und am Projekt beteiligter Personen gebildet.

Finanzielle Unterstützung
Die Organisationen können eine Anschubfinanzierung in Form einer Zuwendung in Höhe von einmalig und maximal 6.400,00 € beantragen. Hierfür muss ein Eigenanteil von 10 % eingebracht werden.

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