FAQs

Wie kann man die Anschubfinanzierung beantragen?
Finanzierungsablauf Am Projekt beteiligte Einrichtungen können eine Anschubfinanzierung in Höhe von einmalig und maximal 6.400,00 € beantragen. Hierfür muss ein Eigenanteil von 10 % eingebracht werden. Dies entspricht bei 6.400€ einem Eigenanteil in Höhe von 711,11€.
  1. Absichtserklärung Grundlage für die Inanspruchnahme der Anschubfinanzierung ist eine ausgefüllte Absichtserklärung. Wir freuen uns über die Einrichtungen, mit denen wir gemeinsam die Servicepunkte aufbauen können. Dieser Aufbau umfasst im Wesentlichen die aktive Mitarbeit im Rahmen unserer Qualifizierung (Workshop und Onlinephase), die durch das KDA begleitete und unterstütze Arbeit vor Ort, sowie die aktive Mitarbeit am Werkstatt-Tag, dem Netzwerktag und an der Evaluation.
  2. E-Mail an kontakt@einzelhelfer.de Einrichtungen, die eine Anschubfinanzierung beantragen möchten, schicken uns bitte eine formlose Email mit dem Betreff „Anschubfinanzierung NEU“.
  3. Mittelabruf Sie beantragen auf Grundlage ihrer rückwirkenden und prognostizierten Personal- und Sachausgaben für den Zeitraum vom 01.09.18 bis 31.01.2019 mit einem Mittelabruf die Anschubfinanzierung. Das Formular für den Mittelabruf finden Sie hier. HINWEIS: Wir gewähren Ihnen eine Aufwandspauschale, bis zu einer Höhe von 2.931,11 €. Für diese Pauschale sind KEINE Nachweise erforderlich. Es muss lediglich bestätigt werden, dass Personalausgaben entstanden sind!
  4. HINWEIS: Eine "kostenneutrale Verlängerung" der Anschubfinanzierung wurde beantragt. Es liegt hierzu jedoch noch KEIN Zuwendungsbescheid vor, weshalb wir leider nicht mit Gewissheit sagen können, ob und wann diese genehmigt wird. Im Falle einer Genehmigung, über die wir Sie selbstverständlich sofort informieren, wird eine Inanspruchnahme der Anschubfinanzierung auch über den aktuellen Zeitraum hinaus ermöglicht.
  5. Verwendungsnachweis mit Belegliste Reichen Sie ihren Verwendungsnachweis mit Belegliste bis spätestens zum 15.02.2019 bei uns ein. Die Vorlage für die Belegliste finden Sie hier. Ihre Belege bewahren Sie bitte auf. Spätestes gültiges, auf den Belegen ausgewiesenes Überweisungsdatum, darf den 08.02.2019 nicht überschreiten.
Alternativ können Sie auch, Ihre Belege bis zum 31.01.2019 sammeln und den Verwendungsnachweis mit Belegliste zusammen mit dem Mittelabruf fristgerecht (bis spätestens zum 15.02.2019), in Höhe der belegbaren Ausgaben (bis 08.02.2019), an uns senden. Sie bekommen den entsprechenden Betrag (max. 6.400,00 €) von uns dann zurückerstattet! Zuwendungsfähige Ausgaben sind Personal- und Sachkosten. Neuanschaffungen, welche die Infrarstruktur betreffen, sind von einer Zuwendung ausgeschlossen. Die Erstattung der Reisekosten unterliegt den Bestimmungen des Bundesreisekostengesetz (BRKG). Hiernach werden für mit dem PKW zurückgelegte Wegstrecken 0,20 € je zurückgelegtem Kilometer gewährt (bis zu einem Höchstbetrag von 150€). Für Werbemittel stellt das KDA Ihnen Vorlagen für Flyer, ein Roll-up, Visitenkarten o.ä. zur Verfügung, welche von ihrer Seite lediglich individualisiert werden müssen. Eine Teilnahme an dem Projekt ist selbstverständlich auch ohne die Beantragung einer Finanzierungshilfe möglich!
An welche Organisationen richtet sich das Projekt?
Gesucht werden Organisationen, die
  • vorrangig kleinräumig in einem lokalen oder quartiers- bzw. sozialraumbezogenen Kontext arbeiten,
  • Einzelpersonen in ihrem Engagement unterstützen möchten
  • Bereitschaft zur kooperativen Zusammenarbeit haben und sich insbesondere in den Bereichen Engagement und Pflege nachhaltig weiterentwickeln möchten
  • Leistungen auch ohne eine formelle oder informelle Mitgliedschaft anbieten
Organisationen können beispielsweise sein: Pflegestützpunkte, Seniorenbüros, Freiwilligenagenturen, Mehrgenerationenhäuser.
Wie kann man an dem Projekt teilnehmen?
Interessierte Organisationen können über unser Kontaktformular unter einzelhelfer.de/registrierung eine formlose Absichtserklärung abgeben. Anschließend werden die teilnehmenden Organisationen ausgewählt und informiert. Die Auswahl soll eine angemessene Verteilung und eine ausreichende Vielfalt der teilnehmenden Organisationen gewährleisten. Vertragliche Verpflichtungen zur Teilnahme sind nicht vorgesehen.
Was ist das Ziel des Projekts?

Ziel ist die modellhafte Erprobung und Exploration des Konzepts des Servicepunkts zur Unterstützung von engagementbereiten Einzelpersonen („Einzelhelfern“). Dabei geht es vor allem um die Analyse

  • der Potentiale, Bedarfe und Formen des Engagements von Einzelpersonen in der Unterstützung pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehöriger
  • der Funktion von Servicepunkten in der Förderung, Unterstützung und Begleitung ebendiesen Engagements
Was sind Aufgaben eines Servicepunkts?

Aufgaben eines Servicepunkts

Der Servicepunkt stellt eine Unterstützungsstruktur für Einzelpersonen bereit, die potentiell nach Landesrecht anerkennungsfähig sind und sich betreuerisch bei Menschen mit einem Unterstützungs- und Hilfebedarf in ihrer Nachbarschaft bürgerschaftlich und von Organisationen unabhängig engagieren. Die Kernaufgaben des Servicepunkts umfassen die

  • Gewinnung von interessierten Einzelpersonen und Menschen mit einem Unterstützungs- und Hilfebedarf durch eine zielgruppengerechte Öffentlichkeitsarbeit,
  • Aufklärung von Einzelpersonen hinsichtlich der vielfältigen Engagementmöglichkeiten in einem vorbereitenden Gespräch („Clearing“),
  • Information über die Anerkennung und das Konzept des "Einzelhelfers",
  • eine auf den Einzelfall abgestimmte, personalisierte und strukturierte Beratung
  • Vermittlung von Kontakten und das Arrangieren von Erstgesprächen („Matching“)
  • fortlaufende Begleitung im Engagementverhältnis aus Einzelperson und Pflegebedürftigen mit ggf. „Rematching“
Welche Aufgaben übernimmt ein Einzelhelfer im Haushalt?

Einzelhelferinnen und Einzelhelfer übernehmen typischerweise Aufgaben, wie die Strukturierung des Tagesablaufs von Menschen mit einem Unterstützungs- und Hilfebedarf, die stundenweise Betreuung und damit auch die Entlastung der Angehörigen. Sie begleiten Betroffene im Alltag, helfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung, aktivieren vorhandene Kompetenzen, stärken die Mobilität und verbessern so die Lebensqualität der betreuten Personen. Ausschlaggebend für die genaue Ausgestaltung der Aufgaben sind die Interessen und Kompetenzen des Einzelhelfers und der Person, die diese Unterstützung in Anspruch nimmt.

Wenn eine Anerkennung des Einzelhelfers stattfindet, regelt die jeweilige Landesverordnung genaueres zu den Aufgaben, Anforderungen und Tätigkeitsbereichen.

Welche Laufzeit hat das Projekt?

Das Projekt wird voraussichtlich am 30.09.2019 enden. Es hat damit eine Laufzeit von einem Jahr. Nach den Infotagen beginnt für die teilnehmenden Organisationen, mit den Workshops, der Aufbau und die Verstetigung der Servicepunkte. Das KDA bietet hierfür eine kontinuierliche Begleitung an und sorgt während der 8-wöchigen online-Phase für eine gute Vorbereitung. Die Organisationen in den Bundesländern werden anschließend, nach circa 3 Monaten, zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch im Zuge sogenannter Werkstatt-Tage eingeladen. Erneute 3 Monate später beginnt der darüber hinaus der länderübergreifende Austausch und die Etablierung eines Netzwerks.

 

Zeitlicher Verlauf des Projekts

Bei welchen Projektbausteinen benötigt das KDA die aktive Teilnahme der Organisationen?

Unterstützungsbedarf im Projekt

Die beteiligten Organisationen werden neben dem Aufbau der Servicepunkte um eine aktive Teilnahme an den folgenden Bausteinen gebeten:

  • Teilnahme an dem Workshop-Tag und der daran anschließenden 8-wöchigen Online-Phase
  • Teilnahme an den Werkstatt-Tag zum Erfahrungsaustausch und der Konzeptoptimierung
  • Teilnahme am Netzwerk-Tag zum Aufbau eines länderübergreifenden Netzwerks
  • Teilnahme an der Dokumentation und Protokollierung zum Zwecke der Evaluation des Projektes (drei Erhebungszeitpunkte)
Wie werden die Verantwortlichen vor Ort unterstützt?

Das KDA ist durchgängig für Anfragen der beteiligten Organisationen persönlich, telefonisch und online erreichbar. Es bietet generelle Hilfestellungen und kann bei aufkommenden Problemen den Lösungsprozess unterstützen. Im Bedarfsfall und nach Absprache wird ebenfalls eine gezielte Beratung vor Ort beabsichtigt.

An wen richten sich die Workshops?

Der Workshop richtet sich an die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Organisationen, welche über den Projektzeitraum den Servicepunkt aufbauen und betreuen.

Was sind Inhalte des Workshops?

Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen, wie der Aufklärung über die rechtlichen Rahmenbedingungen und den Ablauf des Anerkennungsverfahrens zielen die Inhalte des Workshops auf eine Konzeption von eigenen Strategien zur Gewinnung von Einzelpersonen, dem fortlaufenden Freiwilligenmanagement sowie der Einbindung in das lokale Netzwerk ab.

Wie viel Zeit wird bei einer gut vernetzten und erfahrenen Organisation in etwa anfallen?

Für den Aufbau eines Servicepunktes ist von mindestens 120 Stunden auszugehen. Auf Grund der unterschiedlichen Ausgangslagen in Abhängigkeit von dem Organisationstyp, den vorhanden Netzwerken und weiterer struktureller Begebenheiten der Region bzw. des Bundeslandes, ist eine Aussage bzgl. des zeitlichen und damit auch personellen Aufwands für den daran anschließenden Regelbetrieb nicht eindeutig abschätzbar. Es ist Teil dieses Modellprojekts, mit seinem ausgesprochen explorativen Charakter, unter anderem Aussagen zu dieser und weiterer Fragen zu ermöglichen.

Ist eine langfristige Förderung vorgesehen?

Eine finanzielle Unterstützung ist zunächst für den Aufbau der Servicepunkte angedacht. Der damit einhergehende Auftrag stellt dabei eine Ergänzung des bestehenden Leistungsangebots der jeweiligen Organisation dar. Vor Ort soll versucht werden, diesen Auftrag mit den bestehenden Mitteln, Kapazitäten und Ressourcen zu verstetigen. Über die aus dem Pilotprojekt gewonnen Erkenntnisse, welche in einer Handreichung und einem Abschlussbericht verschriftlicht werden, wird im weiteren Verlauf versucht neue Zugangswege zur Finanzierung des Regelbetriebs der Servicepunkte über die Mittel der Pflegeversicherung oder etwaige Folgeprojekte zu schaffen. Die Erschließung langfristiger Fördermöglichkeiten und eine nachhaltige Entwicklung der teilnehmenden Organisationen und Servicepunkte wird somit angestrebt.

Wie groß ist das Einzugsgebiet des Servicepunktes?

Die Anzahl der am Projekt teilnehmenden Organisationen ist vorerst auf 50 begrenzt. Es wird daher kein flächendeckendes Angebot angestrebt, sondern eine modellhafte Erprobung des Konzeptes an verschiedenen Standorten mit unterschiedlichen Organisationen. Die Servicepunkte stehen grundsätzlich für alle Anfragen von potentiell interessierten und bereits engagierten Einzelpersonen zur Verfügung und informieren über das Projekt. Eine weitergehende Beratung, Vermittlung, Begleitung ist jedoch auf die Einzelpersonen im Einzugsgebiet der jeweiligen Einrichtung beziehungsweise Organisation beschränkt.

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